Niedrigpreisstrategie: Definition, Unternehmen und Entwicklung

Was ist die niedrigpreisstrategie?
Preisstrategie, bei der im Gegensatz zur Hochpreisstrategie versucht wird, sich durch niedrige Preise vom Wettbewerb abzuheben. Ein Produkt wird zu einem bes. niedrigen Preis auf den Markt gebracht, um schnell hohen Absatz zu generieren und Marktanteile zu gewinnen.
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Die Niedrigpreisstrategie ist eine Methode, die von Unternehmen eingesetzt wird, um ihre Produkte oder Dienstleistungen zu einem niedrigeren Preis als ihre Konkurrenten anzubieten. Das Ziel ist es, Kunden anzulocken und Marktanteile zu gewinnen. In der Regel wird diese Strategie von Unternehmen eingesetzt, die sich in einem hart umkämpften Markt befinden und nicht in der Lage sind, ihre Produkte oder Dienstleistungen zu einem höheren Preis zu verkaufen.

Ein Beispiel für ein Unternehmen, das die Niedrigpreisstrategie einsetzt, ist der Einzelhändler Aldi. Das Unternehmen bietet Produkte zu einem niedrigeren Preis als seine Konkurrenten an und hat dadurch einen großen Marktanteil gewonnen. Andere Unternehmen, die die Niedrigpreisstrategie einsetzen, sind zum Beispiel Lidl, dm und Ryanair.


Es gibt fünf Preisstrategien, die Unternehmen anwenden können: Niedrigpreisstrategie, Premium-Preisstrategie, Penetrationspreisstrategie, Preisparität und Preisdifferenzierung. Jede dieser Strategien hat ihre Vor- und Nachteile und muss je nach Unternehmen und Marktumfeld sorgfältig abgewogen werden.

Um eine Preisstrategie zu entwickeln, müssen Unternehmen eine umfassende Marktanalyse durchführen, um die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Kunden zu verstehen. Es ist auch wichtig, die Kosten für die Herstellung des Produkts oder die Erbringung der Dienstleistung zu berücksichtigen und den Preis entsprechend festzulegen. Eine erfolgreiche Preisstrategie sollte auch die langfristige Rentabilität des Unternehmens berücksichtigen.

Die Niedrigpreisstrategie kann für Unternehmen vorteilhaft sein, da sie Kunden anzieht und Marktanteile gewinnt. Es kann jedoch auch Nachteile geben, wie eine geringere Rentabilität und ein schlechteres Image. Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile abzuwägen und die Strategie entsprechend anzupassen.

Die Konditionenpolitik bezieht sich auf die Bedingungen, zu denen ein Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen verkauft. Dies umfasst Aspekte wie Zahlungsbedingungen, Lieferbedingungen und Garantien. Eine erfolgreiche Konditionenpolitik kann dazu beitragen, Kunden zu binden und das Image des Unternehmens zu verbessern.

FAQ
Was ist eine differenzierungsstrategie?

Eine Differenzierungsstrategie ist eine Marketingstrategie, bei der ein Unternehmen versucht, sich von seinen Mitbewerbern durch einzigartige Merkmale oder Eigenschaften zu unterscheiden. Dabei können verschiedene Faktoren wie Produktqualität, Design, Kundenservice oder Markenimage eine Rolle spielen. Das Ziel ist es, eine Nische im Markt zu finden und dort eine starke Position zu etablieren, um sich langfristig von der Konkurrenz abzuheben.

Welche Pricing Strategien gibt es?

Es gibt verschiedene Pricing-Strategien, darunter die Hochpreisstrategie, die Niedrigpreisstrategie, die differenzierte Preisstrategie, die dynamische Preisstrategie und die Penetrationspreisstrategie. Jede Strategie hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und muss je nach Unternehmen, Zielgruppe und Marktumfeld sorgfältig abgewogen werden.

Was sind psychologisch die besten Preise?

Psychologisch gesehen sind die besten Preise ungerade Zahlen, insbesondere die Zahl 9. Das liegt daran, dass Kunden den Preis als niedriger empfinden, wenn er mit einer ungeraden Zahl endet. Dies wird als „left-digit effect“ bezeichnet. Zum Beispiel wird ein Preis von 4,99€ als günstiger empfunden als 5€, obwohl der Unterschied minimal ist.


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