Riesenhummeln greifen Bienen an, aber sie haben eine Geheimwaffe


Riesenhummeln sind sehr aggressiv und greifen massenhaft Bienenstöcke an: Aber Bienen haben eine Geheimwaffe gegen Hummelangriffe.

Sie werden oft verwechselt, aber Bienen und Hummeln sind zwei verschiedene Tiere. Bienen ernähren sich von Pollen, und nur die Weibchen haben einen Stachel, den sie nur bei Bedarf einsetzen. Letztere hingegen sind viel größer, bis zu 5 Zentimeter lang, und auch aggressiver: Wenn sie angreifen müssen, können sie die gesamte Kolonie, d. h. 700 Individuen, mobilisieren. Und als ob die Bienen nicht schon vom Aussterben bedroht wären, müssen sie sich auch noch gegen Hummeln verteidigen, die sie jagen, indem sie ihre Stöcke angreifen.

Aber die Bienen haben gelernt, sich zu verteidigen, indem sie eine Geheimwaffe entwickelt haben.

Wie sich Bienen gegen Riesenhummeln verteidigen

Es gibt eine Hummelart, die am aggressivsten ist, die "Riesenhummel", die Vespa Soror, die in Teilen Asiens vorkommt. Wenn sie einen Bienenstock angreifen, töten sie so viele Bienen wie möglich, enthaupten sie und entführen ihre Jungen.

Wissenschaftler kennen bisher einige der Techniken, mit denen sich Bienen verteidigen, vom "Fäkalspotting", bei dem der Kot anderer Tiere am Eingang des Bienenstocks platziert wird, um die Hummeln fernzuhalten, bis hin zum "Balling", einer Technik, bei der viele Bienen eine Hummel umzingeln, ihre Flugmuskeln in Schwingung versetzen und genügend Hitze erzeugen, um sie zu töten.

Forscher der Royal Society Open Science haben eine neue Verteidigungstechnik entdeckt: Bienen schreien.


Die Entdeckung der Forscher

Wir nennen sie Schreie, aber das ist nur ein Näherungswert. Vielmehr handelt es sich um ein Geräusch, das dem Geräusch von Luft ähnelt, die durch ein Rohr strömt. Die Bienen versammeln sich und heben durch Vibration ihrer Flügel ihren Hinterleib an, wobei sie eine Drüse freilegen, die ein Pheromon freisetzt, das sie zum Bienenstock leitet.

Auf diese Weise erzeugen die Bienen einen "Antiprädations"-Ton, der für das menschliche Ohr wie ein hochfrequentes Wimmern klingt. Für die Bienen ist es jedoch ein Ruf zu den Waffen: "Sie kommunizieren nicht durch Geräusche", erklärt Heather Mattila, eine Biologin, die an der Entdeckung mitgewirkt hat, "sondern durch Vibrationen, die in die Umgebung abgegeben und von den Bienen mit ihren Beinen aufgefangen werden".

Dies ist eine wichtige Entdeckung, denn sie könnte der erste Schritt sein, um zu zeigen, dass die Mitteilung eines Gefahrenzustands eine universelle Erfahrung für Tiere sein könnte. Und die Bienen fühlen sich zu Recht von den Schlupfwespen bedroht, die große Mandibeln haben, mit denen sie mehrere Bienen auf einmal zerteilen können, und deren Stacheln scharf genug sind, um Imkeranzüge zu durchbohren.

Das "Schreien" ist eine clevere Technik, mit der sich die Bienen verteidigen können, aber es ist auch nicht die erste Fähigkeit, die sie entwickelt haben, um sich an ihre Umwelt anzupassen.


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