Italiens beliebteste SPID ist nicht mehr kostenlos


Die Erkennungslösung für den Erhalt der in Italien am weitesten verbreiteten SPID ist nicht mehr kostenlos: Um eine elektronische Identität an einem der mehr als 12.000 Poste Italiane-Schalter zu erhalten, muss man jetzt bezahlen

Wenn es eine Maßnahme zur Digitalisierung des Landes gibt, die erfolgreich war und wirklich dazu beigetragen hat, die Beziehung der Italiener zur öffentlichen Verwaltung zu verändern, dann ist es sicherlich die SPID. Das heißt, das 'Sistema Pubblico di Identità Digitale' (Öffentliches digitales Identitätssystem), das noch vor der Carta d'Identità Elettronica (CIE) das von den Bürgern am häufigsten genutzte Mittel für den Online-Zugang zu öffentlichen Diensten ist.

Wenn es einen 'Identitätsanbieter' gibt, der am meisten zu diesem Wandel beigetragen hat, dann ist es sicherlich Poste Italiane. Das Unternehmen, das vom Wirtschaftsministerium und der Cassa Depositi e Prestiti kontrolliert wird, verwaltet allein mehr als 80 % der italienischen SPIDs, d. h. über 17 Millionen Online-Identitäten von Bürgern aller Altersgruppen. Der Grund für dieses Quasi-Monopol der Poste Italiane ist einfach: Seit Jahren bietet sie jedem kostenlos den Erkennungsdienst am Schalter an, der für den Erhalt der SPID erforderlich ist. Das ändert sich jetzt: Die Anerkennung an einem der 12.700 Schalter von Poste Italiane ist jetzt gebührenpflichtig.

PosteID-Anerkennung: Was kostet sie

Wie alle SPID-Formen kann auch die PosteID (so heißt die SPID von Poste Italiane) auf verschiedene Weise und mit unterschiedlichen Anerkennungsformen beantragt werden. Nur die Anerkennung am Schalter ist jetzt gebührenpflichtig, während andere Formen der Online-Erkennung (per Webcam) weiterhin kostenlos sind.

Die Anerkennung am physischen Poste Italiane-Schalter kostet jetzt 12 €. Das ist ein ähnlicher Preis wie bei anderen Identitätsanbietern, die berechtigt sind, SPID zu vergeben.


Wie man PosteID kostenlos erhält

Die Änderung wird vor allem ältere Menschen und Personen betreffen, die weniger an den Umgang mit PC und Smartphone gewöhnt sind: Gerade diese Art von Nutzern ist in den letzten Jahren zu den Postschaltern gegangen, um SPID zu erhalten.

Wenn diese Personen nicht für die SPID der Post bezahlen wollen, müssen sie auf andere Methoden zurückgreifen, die zwar immer noch kostenlos sind, aber alle eine Fernerkennung mit Hilfe des elektronischen Personalausweises, der nationalen Dienstleistungskarte, des elektronischen Reisepasses und der digitalen Unterschrift beinhalten.

Es gibt auch andere Erkennungsmethoden für die SPID bei Poste Italiane, die weiterhin kostenlos sind, aber eng mit den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens verknüpft sind, wie die Erkennung über eine SMS, die an ein Mobiltelefon gesendet wird, das mit den Apps Bancoposta und Postepay verbunden ist.


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