Facebooks smarte Brille heißt Ray-Ban Stories: Wie sie funktioniert


Die smarte Brille von Facebook ist da: Sie heißt Ray-Ban Stories und ist vor allem zum Teilen von Fotos und Videos auf Instagram gedacht. Keine Augmented Reality.

Facebook und Ray-Ban haben das Ergebnis ihrer vor einigen Monaten angekündigten Zusammenarbeit vorgestellt: Sie heißen Ray-Ban Stories und sind im Grunde die intelligente Brille von Facebook. Anders als die zahlreichen Gerüchte der letzten Wochen vermuten ließen, handelt es sich dabei jedoch nicht um eine auf Augmented Reality ausgerichtete Smart Glasses, sondern um eine "all-social" Brille.

Technisch ändert sich zwischen der Ray-Ban Stories und anderen bereits auf dem Markt befindlichen Smart Glasses wie der Huawei Gentle Monster II eigentlich nicht viel. Die Brille sieht aus wie eine normale Brille, hat aber zwei Kameras, zwei Lautsprecher und integrierte Mikrofone, die entweder durch Berührung oder per Sprache gesteuert werden können und vor allem einen Zweck haben: schnell kurze Videos aufzunehmen, um sie auf Facebook zu teilen oder, noch besser, als Instagram Stories zu verwenden. Der Name sagt eigentlich schon viel über den typischen Käufer dieses Produkts aus: jung, stilbewusst und mit dem großen Wunsch, sein Leben in den sozialen Netzwerken zu teilen. Ray-Ban Stories sind wahrscheinlich die richtige Brille für ihn.

Ray-Ban Stories: Wie sie hergestellt werden

Auf den ersten Blick ist es schwer, die Ray-Ban Stories von einer normalen Ray-Ban-Brille zu unterscheiden. Aber wenn Sie genau hinschauen, werden Sie die beiden 5-MP-Kameras bemerken, die in die Ränder der Gläser integriert sind, sowie die beiden kleinen LEDs, die nur dann aktiviert werden, wenn die Brille aufnimmt, um Ihre Umgebung zu warnen. Die gleichen Kameras können auch Fotos und Videos aufnehmen.

Die erste Kontroverse um die Privatsphäre ist bereits entbrannt, da mehrere Personen darauf hinwiesen, dass nur zwei Stück Klebeband ausreichen, um Ray-Ban Stories in ein großartiges Spionagewerkzeug zu verwandeln.

Um Ray-Ban Stories zu aktivieren, gibt es zwei Möglichkeiten: die erste besteht darin, die Touch-Oberfläche an den Bügeln zu berühren, die zweite darin, die Sprachbefehle zu sagen. Der Facebook-Sprachassistent, der in diesem Gerät zum Einsatz kommt, erkennt derzeit nur Befehle in englischer Sprache.

Über dieselbe Touch-Oberfläche kann man mit Gesten die Musikwiedergabe steuern oder Anrufe verwalten: Ray-Ban Stories funktionieren nämlich nur, wenn sie über Bluetooth mit einem Smartphone mit der neuen Facebook View-App gekoppelt sind, die für iOS und Android verfügbar ist. Die Facebook-View-App verwaltet nicht nur die Brille, sondern entscheidet auch, in welchen sozialen Netzwerken die aufgenommenen Clips, die nicht länger als 30 Sekunden sein dürfen, geteilt werden sollen. Die erste Wahl sind natürlich die sozialen Netzwerke der Facebook-Gruppe.


Ray-Ban Stories: Wie viel sie kosten

Ray-Ban Stories sind bereits in den USA, Australien, Kanada, Irland, Italien und dem Vereinigten Königreich auf dem Markt. Italien, das einzige nicht englischsprachige Land in der Gruppe, ist vor allem deshalb vertreten, weil Ray-Ban eine Marke des italienischen multinationalen Luxuskonzerns Essilor-Luxottica ist.

Die intelligenten Brillen sind mit drei verschiedenen Rahmentypen (Round, Wayfarer und Meteor, in den Farben Blau, Braun, Schwarz und Grün) und mit transparenten oder farbigen Gläsern (grün, braun, dunkelblau polarisiert und Transitions) erhältlich. Der Startpreis liegt bei 329 € und die Verfügbarkeit ist fast sofort gegeben: Kaufen Sie sie heute und die Lieferung wird voraussichtlich am 15. September erfolgen.


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