Squid Game-Apps sind gefährlich: hier ist der Grund


Hacker nutzen den weltweiten Erfolg von Squid Game und veröffentlichen die ersten Apps, die von der rekordverdächtigen koreanischen Serie inspiriert sind:

Dass es sich bei Squid Game um ein globales Phänomen handelt, das wahrscheinlich in die Streaming-Geschichte eingehen wird, lässt sich nicht nur an den von Netflix veröffentlichten Zuschauerzahlen ablesen, sondern auch daran, dass, wie so oft in solchen Fällen, Hacker bereits versuchen, den Namen des Spiels auszunutzen, um Viren verschiedener Art und gefährliche Apps zu verbreiten. Zwei Sicherheitsforscher warnen ausdrücklich: Diese Apps können sehr gefährlich sein.

Einer der beiden Forscher mit dem Twitter-Profil "Re-ind" ist halb unbekannt, während der andere, Lukas Stefanko, ein bekannter und vertrauenswürdiger Malware-Forscher beim Computersicherheitsunternehmen ESET ist. Der Alarm ist keineswegs zu unterschätzen, denn insbesondere eine der Apps kann das Telefon mit einem bekannten und gefährlichen Virus infizieren: Joker. Generell ist es jedoch besser, sich von jeder Art von App fernzuhalten, die den Namen Squid Game verwendet, um Downloads zu sammeln: Es gibt keine offizielle Squid Game-App, auch keine andere Netflix-Fernsehserie, und jede App, die diesen Namen trägt, ist potenziell gefährlich: Im besten Fall wird Ihr Smartphone mit Werbung überflutet, im schlimmsten Fall bekommen Sie einen Virus.

Squid Game: die infizierte App

Die gefälschte Squid Game-App heißt "Squid Game Wallpaper" und verspricht, hochauflösende Hintergrundbilder der inzwischen berühmten koreanischen TV-Serie, die auf Netflix ausgestrahlt wird, herunterzuladen.

Die App lädt jedoch nach dem Herunterladen eine Bibliothek herunter und führt diese aus, die wiederum den Joker-Virus herunterlädt. Dieser Matrjoschka-ähnliche Mechanismus ist typisch für infizierte Apps und wird verwendet, um die Antiviren-Prüfungen des Play Stores unbeschadet zu überstehen.

Nach dem Bericht hat Google die Squid Game Wallpaper App aus dem Play Store entfernt und sie ist nun nicht mehr verfügbar. Wer ihn aber bereits installiert hat, sollte ihn sofort entfernen und einen Antiviren-Scan auf seinem Gerät durchführen.


Joker-Malware: Warum sie gefährlich ist

Joker ist ein "erfolgreicher" Computervirus: Er machte Anfang 2019 Schlagzeilen und infizierte bis Mitte des Jahres bereits über eine halbe Million Nutzer. Von da an ging es steil bergauf, und immer mehr infizierte Apps übertrugen den Virus.

Joker besteht im Kern aus zwei sehr gefährlichen Komponenten: einem "Spyware"-Teil, der die sensiblen Daten des Benutzers stiehlt (zu denen auch Kreditkarten- und andere Zahlungsmitteldaten gehören können), und einem "Adware"-Teil, der sich des "Dialers" bemächtigt (d. h. der Komponente des Betriebssystems, die zum Tätigen von Anrufen verwendet wird) und im Hintergrund nichts anderes tut, als bezahlte Nummern anzurufen.

Das Ergebnis ist, dass die Telefonrechnung des Nutzers jeden Moment in die Höhe schießen kann, weil Abonnements und kostenpflichtige Dienste ohne sein Wissen aktiviert werden.


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