Optimierte App-Installation kommt in den Google Play Store


Die Art und Weise, wie wir Apps herunterladen und installieren, könnte sich bald ändern: Google wird künstliche Intelligenz einsetzen, um die Installation zu optimieren.

Wir sprechen schon seit einigen Wochen über dieses Feature (wir berichteten hier) und nun scheint es auf dem Weg zu sein: Die Rede ist von der "App-Install-Optimierung", also der optimierten Installation von Apps auf Android über den Play Store.

Wie man jedoch vermuten könnte, ist diese neue Funktion nicht in der Android 12-Beta enthalten, die bereits unter den Entwicklern kursiert, sondern in den neuesten Versionen der Play Store-App, ab 24.9.19-21. Es scheint jedoch auch, dass, obwohl viele Nutzer die App auf eine aktuelle Version aktualisiert haben, nur diejenigen mit Google Pixel-Smartphones in der Lage sind, die Vorteile zu nutzen (und nicht alle). Es handelt sich also um ein sogenanntes "partielles Rollout" der neuen Funktion, die aber nun kurz vor der Massenverteilung zu stehen scheint.

Was ist App-Installationsoptimierung

Mit der App-Installationsoptimierung führt Google die Möglichkeit ein, Apps teilweise zu installieren, um die Installationszeit und den Datenverbrauch beim Herunterladen zu reduzieren. Diese Funktion basiert auf einer "föderativen" künstlichen Intelligenz: Jedes Mal, wenn ein Nutzer eine Android-App installiert, wird aufgezeichnet, wie er sie nutzt.

Dies geschieht, um die App in mehrere Pakete aufzuteilen, die die am meisten oder am wenigsten genutzten Funktionen enthalten. Wenn genügend Daten vorhanden sind, schlägt der Play Store den nächsten Nutzern, die die App herunterladen möchten, vor, nur die wesentlichen Teile der App herunterzuladen.


Die Frage des Datenschutzes

Diese neue Funktion bringt einige datenschutzrechtliche Bedenken mit sich: Um zu wissen, wie eine App unmittelbar nach dem Herunterladen und der Installation genutzt wird, muss Google das Nutzerverhalten beobachten und aufzeichnen und die gesammelten Daten an seine Server senden.

Dabei handelt es sich um potenziell sensible Informationen, die auch einen wirtschaftlichen Wert haben können, wenn sie zu Werbezwecken verkauft werden, und die Google natürlich in absolut anonymer Form erfasst.


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